Viele Schüler, die zum Beispiel ein Austauschjahr in den USA machen, nutzen die Gelegenheit, dort einen Führerschein zu machen. Die Gründe liegen auf der Hand: Die Führerscheinprüfung und vor allem die Vorbereitung darauf ist in des USA weitaus unkomplizierter als in Deutschland. Eine Anzahl von Pflichtstunden, die erreicht werden muss, kennt das US-Recht nicht. Auch die Kosten für den Führerschein liegen in den USA meist unter 200 Dollar, während in Deutschland eine Fahrerlaubnis schnell mit 2000 Euro zu Buche schlagen kann. Am interessantesten wird aber gerade für junge Leute sein, dass man in den USA schon mit 16 Jahren den Führerschein bekommen kann.
Anders als in Deutschland ist der Besuch einer Fahrschule in den USA nicht vorgeschrieben. Um die zwei theoretischen und eine praktische Prüfung zu bestehen, muss man jedoch zeigen, dass man ein Fahrzeug beherrscht und sich bei Verkehrszeichen und -Regeln auskennt.
Ausländer müssen zudem ausreichende englische Sprachkenntnisse nachweisen. Zur Vorbereitung auf die Prüfung kann man Kurse besuchen oder sich auch von Verwandten oder Bekannten einweisen lassen. Manche Highschools bieten ebenfalls Führerscheinkurse an.
Wenn man also einen Kindersitz kauft, sollte man das Kind mitnehmen, damit man gleich ausprobieren kann, ob auch das Kind damit zurecht kommt. Es reicht ja nicht aus, den richtigen Sitz zu haben, wenn das Kind dann im Auto keinen Platz für die Beine hat.
Wieder in Deutschland zurück, darf man seinen US-Führerschein zunächst für sechs Monate weiterverwenden. Das gilt auch für Minderjährige. Nach Ablauf der Frist, die ein Mal um sechs Monate verlängert werden kann, muss man den Führerschein umschreiben lassen, sofern man mindestens 185 Tage in den USA verbracht hat.
Ohne erneute Prüfung geht das nur, wenn man seine Fahrerlaubnis in einem US-Staat erworben hat, der laut Fahrerlaubnisverordnung als „gleichgestellt“ gilt. Das sind unter anderen Alabama, Utah oder Virginia.
Bei anderen Staaten, wie Alaska oder Maine, ist es erforderlich, die praktische und die theoretische Prüfung in Deutschland erneut abzulegen.
Aber auch in solchen Fällen lohnt sich der US-Führerschein, denn es werden nur die Prüfungen und keine Fahrschulbesuche verlangt.